SpendenIdeen

Mit dem Drahtesel unterwegs

Wer im Mittelalter etwas für sein Seelenheil tun wollte, aber aus beruflichen, gesundheitlichen oder anderen Gründen selber nicht auf eine längere Pilgerreise gehen konnte, der konnte einen „Mietpilger“ anheuern, diesen finanziell gut ausstatten und ihn stellvertretend auf den Weg schicken... Heute funktioniert das Prinzip etwas anders, nennt sich womöglich „charity walk“ oder „sponsored walk“ und soll Geld für einen guten Zweck erbringen.
In den Sommerferien 2014 war ich 5 Wochen als „moderner Mietpilger“ auf dem Jakobsweg unterwegs – 33 Tage, 1.750 km, von Wuppertal durch das Rheinland, die Eifel, durch Lothringen, die Champagne, Burgund und das Limousin bis in die Nähe von Bordeaux. Unterwegs auf einem der alten Jakobswege über Trier, Metz, Vézelay und Limoges in Richtung Pyrenäen und Santiago de Compostela.
Für mein Projekt „Pilgern für das Kinderhospiz“ konnte ich rund 60 „Sponsoren“ gewinnen, die bereit waren, einen Festbetrag oder „Kilometergeld“ zu spenden und die sich – hoffentlich – über E-Mails und eine Postkarte von unterwegs gefreut haben.
Hatte ich anfangs noch gehofft, „Es wäre schon stark, wenn es ein vierstelliger Spendenbetrag würde,“ kam irgendwann der Moment, dass ich mehr Geld erradelt hatte als ich Kilometer gefahren war... insgesamt sind dann € 2.700 zusammengekommen. Das sind umgerechnet € 1,54 pro Kilometer... damit liegen Schweiß und Muskeleinsatz über dem Benzinpreis in Deutschland.
An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön, an alle, die mich auf diesem Weg als Sponsoren, Ratgeber und Mutmacher unterstützt haben!

 

Ricarda Menne
Wuppertal, im März 2015

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