Sommerfest Kinderhospiz 2014

"Nur mal gucken..."

"Endlich können wir mal gucken!" Das sagten viele gestern beim Betreten des Kinderhospiz-Rohbaus im Burgholz. Einfach mal schauen, wie der Bau von innen aussieht, von dem so viel gesprochen wird im Bergischen Städtedreieck. Oder auch einfach mal sehen, was mit meiner Spende passiert, die ich dem Kinderhospiz gegeben habe.

Genau deshalb hatte sich die Kinderhospizstiftung entschlossen, zum Sommerfest in den noch unfertigen Rohbau einzuladen: Und unglaublich viele Menschen nahmen die Einladung an und kamen, trotz Wind und Wetter. So hatten die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Kinderhospizstiftung alle Hände voll zu tun, die vielen staunenden und hungrigen Besucherinnen und Besucher zufriedenzustellen. Endlos viele Teller Suppe gingen über den Tresen, Crepes wurden gebacken, Kaffeetassen ausgeschenkt. Und fast alle Fragen wurden beantwortet. "Ich glaube. ich habe Fusseln am Mund", sagte die platte aber glückliche neue Geschäftsführerin der Kinderhospizstiftung, Kerstin Wülfing am Abend.

Und auch Merle Fells, frischgewählte Leiterin des Kinderhospizes, war beeindruckt von dem Interesse der Menschen aus dem Bergischen: "Das habe ich nicht erwartet. Aber es ist eine tolle Unterstützung für unsere Arbeit und für das, was in den nächsten Monaten bis zur Eröffnung zu tun ist."

Beide waren von Dr. Martin Hamburger (Diakonie) und Dr. Christoph Humburg (Caritas) als Vertreter der Träger der ökumenischen Einrichtung vorgestellt worden.

Begonnen hatte das Fest mit einer ökumenischen Andacht, die Superintendentin Ilka Federschmidt und Stadtdechant Dr. Bruno Kurth gemeinsam hielten. Da waren schon alle Bänke besetzt, und sie wurden im Laufe des Tages kaum freier. Immer neue Besucher brachte der Busshuttledienst aufs Gelände. Und Clown Klärchen, die Starwars-Mannschaft Wuppertal und viele andere Kinderattraktionen hatten gerade mit den jungen und jüngsten Baustellenbesuchern gut zu tun.

Und für Zita Hoeschen war dieses Fest ein krönender Abschluss für ihren Dienst in der Stiftung. Mit der Übergabe der Geschäfte an "die Neuen" beginnt für sie im Oktober ein neuer Lebensabschnitt in Westfalen. Vermutlich wird man sie aber bei der Eröffnung wiedersehen, wie auch Oberbürgermeister Peter Jung, der es sich gestern nicht nehmen ließ, nach einem langen "Repräsentationstag" noch auf der Baustelle vorbeizuschauen und der für das Frühjahr einen Termin im Kalender reservieren wird: "Eröffnung Kinderhospiz".

text und fotos: werner jacken/ör

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