Halt
Halt...
...jemanden halten, Halt geben, an der Hand halten, aushalten, anhalten, innehalten, all diese Begrifflichkeiten fallen mir ein, wenn ich das Wort „Halt“ auf mich wirken lasse. Doch wann ist dieser „Halt“ eigentlich von Bedeutung? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich begonnen habe mich mit dem Wort auseinanderzusetzen. Zu Beginn unseres Lebens sind wir auf den Halt unserer engen Bezugspersonen angewiesen. Sowohl physisch als auch seelisch: Das Köpfchen muss gehalten werden, da uns selbst die Kraft dazu fehlt. Auch brauchen wir das Wissen um Rückhalt, wenn wir beginnen die Welt um uns herum ohne Scheu zu erkunden. Auch im weiteren Verlauf unseres Lebens kommen wir immer wieder in Situationen in denen wir Halt erfahren dürfen oder anderen Halt geben. Für mich ist das Symbol des Ankers passend um genauer zu beschreiben, was „Halt“ für mich bedeutet. Ein Anker gibt mir Sicherheit und sorgt dafür, dass ich auch in stürmischen und zunächst undurchsichtigen Situationen von Wellen und Strömungen nicht abgetrieben werde. In neuen, schwierigen Situationen, ist das Wissen um ihn wertvoll und kraftgebend. Halt erleben zu dürfen ist demnach eine wertvolle Erfahrung für jeden von uns, auf die wir mal mehr, mal weniger zurückgreifen.
Ich wünsche mir, dass auch wir, das Team des Bergischen Kinder- und Jugendhospizes Burgholz, ein Anker für die erkrankten Kinder und ihre Familien sein können. Ein Anker der Halt gibt, wenn und wie sie ihn brauchen.
Text: Anne Terhaar
Foto: AM