Lebensmittelpunkt

Kinder stehen oft im Mittelpunkt einer Familie. Doch Kinder mit einer Behinderung nehmen noch mehr Zeit und Raum in Anspruch. Die Pflege muss organisiert, die Pflegeutensilien und Medikamente bestellt, Anträge für Rollstühle und sonstige Hilfsmittel gestellt und die Termine der Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten geplant werden. Und dazu kommen noch die Gedanken, Sorgen und Ängste, die man sich um die Zukunft macht. Der Tag hat nur 24 Stunden und da bleibt oft die Aufmerksamkeit für die Geschwisterkinder und auch für sich selbst als Eltern auf der Strecke.
Diese Situation steht man nur durch, wenn man einmal seinen Mittelpunkt verlagert. Diese Familien erfahren bei uns im Kinder- und Jugendhospiz Entlastung und finden eine Auszeit vom stressigen Alltag. Die erkrankten Kinder werden in der Pflege verwöhnt, die Geschwisterkinder werden mit ihren Bedürfnissen und Sorgen wahrgenommen und die Eltern können durchatmen, zu sich finden und sich austauschen. Niemand kommt zu kurz!

 

Text: Charlotte Heckes
Foto: AM

 

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