Angst

Mein Name ist Paul Schwandrau und ich absolviere zurzeit hier im Bergischen Kinder und Jugendhospiz Burgholz mein freiwilliges soziales Jahr im pädagogischen Team. Wenn ich mich gelegentlich mit Freunden oder Bekannten über meine Arbeit unterhalte, wird mir oft die Frage gestellt, ob ich denn keine Angst habe in einem Hospiz zur arbeiten. Ich habe diese Frage stets gleich beantwortet: Zuerst schon, aber seit meinen ersten Tagen dort nicht mehr!

Die Angst, mit Themen wie Trauer oder Tod in Berührung zu kommen, wurde mir schnell genommen, sei es nun durch die Offenheit der Mitarbeiter, die friedvolle Umgebung oder das gute Miteinander im Kinder- und Jugendhospiz. Durch den Alltag im Kinder- und Jugendhospiz, welcher von vielen verschiedenen Aktivitäten wie gemeinsamen Basteln oder Spielen, sowie dem Einnehmen der Mahlzeiten in großer Runde geprägt ist, entsteht für mich hier eine Atmosphäre der Geborgenheit. Dafür hat es sich gelohnt, sich diesen Ängsten zu stellen und die Chance auf neue Erfahrungen zu nutzen.

Ich bin dankbar, dass ich mich mit meinen Ängsten beschäftigen und auseinandersetzen kann und diese somit viel an Schrecken verloren haben. Ich freue mich jeden Tag auf neue Erfahrungen. Für mich hat es sich schon jetzt gelohnt, diesen Schritt zu wagen. Treu nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

 

Text: Paul Schwandrau
Foto: AM

 

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